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An den Grenzen von Natur 

Grenzland-Fotografen stellen in Bad Freienwalde aus

 

Bad Freienwalde. Über die Jahrhunderte hat sich der Naturbegriff stets gewandelt. Konsens ist wohl seit langem die Definition, dass alles was der Mensch nicht geschaffen hat, sondern das was sich selbst erschafft, als Natur betrachtet werden kann. Das eine sei Wildnis, das andere durch Menschen veränderte Kulturlandschaft - so eine verkürzte Variante. Der Mensch überformt Naturräume zum eigenen Nutzen. Anfangs um seine Existenz zu sichern, später um Profite zu generieren. Wenn er diese Räume irgendwann aufgibt, werden sie wieder von der Natur übernommen. Ist eine verlassene überwachsende Industriebrache eigentlich schon wieder Natur? Wo fängt Natur an, wo hört Natur auf? Dieser Frage haben sich die Grenzlandfotografen gestellt. Eine Auswahl der Ergebnisse dieser Erkundungen werden unter den Titel „An den Grenzen von Natur“ in der Konzerthalle gezeigt.

 

Wesentlicher Aspekt vieler Arbeiten sind die diversen Beziehungen von Mensch und Natur. Es werden Landschaftsfotos zu sehen sein und die Spuren die der Mensch dort hinterlassen hat. Eine Arbeit beschäftigt sich mit der Frage ob der Mensch Bestandteil des Naturbegriffs ist. Andere Arbeiten zeigen die Ästhetik von Naturformen - abstrakt oder realistisch. Ein besonderer Blick in den Makrobereich offenbart Landschaftsbilder, die auf einer Fläche von nur einigen Millimetern gewachsen sind. 

 

Die Ausstellung „An den Grenzen von Natur“ ist vom 8. März bis 23. April 2023 jeweils von 10 bis 16 Uhr (außer freitags) in der Konzerthalle in Bad Freienwalde zu sehen.

 

In der Ausstellung der Grenzlandfotografen zu sehen: Mohnkapseln - aus der Serie "House of Seeds“. Foto Heike Zappe